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Grenzüberschreitendes Inkasso für Österreich und Deutschland in einer Hand

By 30. Juni 2020September 2nd, 2020No Comments

Sie betreiben einen Handelsverkehr zwischen Österreich und Deutschland und haben regelmäßig Forderungen, die sie schnell und effizient durchsetzen wollen? Sie wollen das Inkasso Ihrer Forderung auslagern und gleichzeitig Ihren eigenen Aufwand einsparen?

Aus Österreich werden jährlich Waren nach Deutschland mit einem Gesamtwert von mehr als 45 Milliarden Euro exportiert. Wir unterstützen Unternehmen, damit nicht nur die Waren ihren Kunden sondern auch die Forderungen unsere Mandanten erreichen.

1. Das Mahnschreiben

Forderungsinkasso darf in Deutschland durch Dritte ausschließlich von Rechtsanwälten oder im Verzeichnis für Rechtsdienstleister registrierten Inkassounternehmen betrieben werden. Zum Forderungsmanagement zählen die Rechtsberatung, sämtliche Mahnschreiben, Telefoninkasso sowie auch Ratenzahlungsvereinbarungen.

Bereits beim außergerichtlichen Inkasso sprechen zwei wesentliche Punkte für die Beauftragung eines Rechtsanwaltes: Im Gegensatz zum Inkassounternehmen kann der Rechtsanwalt die Forderung in einem zweiten Schritt mittels Klage unmittelbar selbst durchsetzen und sodann auch vollstrecken. Daneben sind die Kosten eines Rechtsanwaltes gesetzlich geregelt (RVG) und in dieser Höhe auch vom Schuldner in der Regel zu ersetzen. Hingegen sind die Kosten des Inkassounternehmens zwar grundsätzlich ebenfalls vom Schuldner zu zahlen, die erstattungsfähige Höhe ist jedoch umstritten. Wird danach ein Rechtsanwalt benötigt, kann diese Doppelbeauftragung weitere Probleme bereiten. War der Schuldner von vorneherein offenbar zahlungsunwillig, beispielsweise indem er Einwendungen erhoben hat, sind weitere außergerichtliche Schritte gänzlich zu vermeiden und nicht erstattungsfähig. 

Dazu kommt der aktuelle Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Inkassorecht, der aktuell im Regierungsentwurf vorliegt und neben Aufklärungspflichten für Unternehmer über die Beauftragung Dritter zum Inkasso auch die eingeschränkte Erstattungspflicht von Schuldnern bei Zahlung nach dem ersten Anschreiben oder bei Forderungen von unter 50,00 EUR vorsieht.

2. Gerichtliche Durchsetzung

Die EuGVVO bestimmt den Gerichtsstand bei grenzüberschreitenden Forderungen entweder am Sitz bzw. Wohnsitz des Schuldners oder dem Erfüllungsort, für Klagen gegen einen Verbraucher ausschließlich am Wohnsitz Verbrauchers. Will der österreichische Unternehmer seine Forderung von einem Schuldner mit Sitz in Deutschland eintreiben, so kann er vor dem deutschen Gericht zwischen dem gerichtlichen Mahnverfahren, dem Klageverfahren, dem europäischen Zahlungsbefehl gem. der EuMVVO und dem europäischen Bagatellverfahren für Forderungen von bis zu 5.000,00 EUR (Small Claims) wählen. Nur wenn vom Schuldner keine Einwendungen zu erwarten sind, stellt das gerichtliche Mahnverfahren die schnellste und auch kostengünstigste Variante dar, einen vollstreckbaren Titel zu erhalten. Von Vorteil ist auch, dass die deutsche ZPO die mündliche Verhandlung für Forderungen in Höhe von bis zu 600,00 EUR auch im Klageverfahren nicht vorschreibt und diese Verfahren in der Regel schriftlich und schnell abgehandelt werden können.

3. Wir sind für Sie da – RECHT . EINFACH . SORGENFREI

Von unserem Team bestehend aus in Österreich und in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälten bekommen Sie alles aus einer Hand. Wir übernehmen, sofern unsere Mandanten nach Rechnungslegung und einem ersten Mahnschreiben keine Zahlung erhalten. Sorgenfrei betreiben wir für unsere Mandanten das weitere Forderungsmanagement, vom anwaltlichen Aufforderungsschreiben über Mahn- und Gerichtsverfahren bis hin zur Vollstreckung in Deutschland und Österreich. Wir prüfen die Bonität und entscheiden in Ihrem Sinne über weitere Schritte und Ausgaben der Forderungsbetreibung.

Franziska Puschkarski
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